Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz

Mit ihrer Berufsbildenden Schule und den Fachschulen für Gartenbau sowie Weinbau & Oenologie ist das DLR Rheinpfalz Aus- und Weiterbildungsstätte für den Berufsstand der Pfalz. In den Abteilungen Gartenbau (landesweit) und Weinbau & Oenologie stehen die Beratung der Praxis und das praxisorientierte Versuchswesen der fünf Lehr- und Versuchsbetriebe Gemüsebau, Obstbau, Zierpflanzenbau (alle landesweit), Rebveredlung und Weinbau mit insgesamt über 100 ha Versuchsflächen im Vordergrund. Darüber hinaus wirken die Abteilungen Weinbau & Oenologie und Phytomedizin durch ihre praxisnahe angewandte Forschung in Zusammenarbeit mit mittelständischen Unternehmen der Privatwirtschaft als wesentliche Innovationsträger.

Am DLR Rheinpfalz garantiert die Verzahnung von Ausbildung, Beratung, Erwachsenenbildung, Forschung und Versuchswesen untereinander und mit der Landentwicklung und Ländlichen Bodenordnung eine schnelle Umsetzung des Erkenntnisfortschrittes von der Theorie in die Praxis. Der Erfolg dieses Konzeptes hat das DLR Rheinpfalz zu einer im In- und Ausland bekannten Lehr- und Forschungsstätte werden lassen. Das Land Rheinland-Pfalz leistet so über das DLR Rheinpfalz Hilfestellung in einem weiten Bereich, von der Förderung des umweltschonenden Anbaues und der Landentwicklung in der betrieblichen Praxis bis hin zur Unterstützung der Pfälzer Bauern, Gärtner und Winzer im wirtschaftlichen Auskommen.

Mit seinen Arbeiten trägt das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz für wein- und gartenbauliche Berufsbildung, Beratung, Forschung und Landentwicklung wesentlich zur Schonung der natürlichen Ressourcen Boden, Wasser und Luft bei. Gesunde Nahrung, die Pflege der Kulturlandschaft und die Erhaltung der Lebensqualität sind weitere Leistungen, die der Bevölkerung direkt zugute kommen.

Abteilungen DLR Rheinpfalz

Die Ernährungsberatung am DLR Rheinpfalz ist Teil des Fachzentrums Ernährung Rheinland-Pfalz (FZE RP). Dieses bildet das Dach für die Ernährungsberatung, die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung sowie die Vernetzungsstelle Seniorenernährung. Wir von der Ernährungsberatung Rheinland-Pfalz bieten verschiedene Angebote zur Förderung einer nachhaltigen Ernährung für Kitas, Schulen und für die Menschen im ländlichen Raum an. Wir arbeiten eng zusammen mit den Vernetzungsstellen und setzen Angebote und Projekte des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM) um. Mit Blick auf den ländlichen Raum arbeiten wir mit den regionalen Landfrauen-Verbänden zusammen und bieten Fachvorträge an. Unser Schwerpunkt ist die Ernährung von Kindern und Jugendlichen. Gute Verpflegungsangebote in Kindertagesstätten und Schulen sowie eine gezielte Ernährungsbildung sind geeignete Möglichkeiten, Einfluss auf die Ernährungssituation von Kindern und Jugendlichen zu nehmen.

Unser Angebot:

  • Wir begleiten Kindertagesstätten im Rahmen der Coaching-Initiative Kita isst besser des MKUEM.
  • Wir unterstützen Schulen fachlich im Rahmen des Qualifizierungsprozesses für die Schulverpflegung und beraten zum Schulkioskangebot.
  • Wir begleiten Runde Tische zur Verpflegung in den Einrichtungen oder führen auf Wunsch Speiseplanchecks durch.
  • Wir bieten Vorträge, Seminare, Workshops, sowie regionale Arbeitskreise für Verpflegungsverantwortliche in der Kita- und Schulverpflegung an.
  • Darüber hinaus bieten wir in enger Zusammenarbeit mit der Vernetzungsstelle Seniorenernährung Vorträge zur Seniorenernährung an.

     

Fachzentrum Ernährungsberatung Rheinland-Pfalz
 

Die Abteilung Gartenbau des Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz ist für die Beratung und das Versuchswesen des Produktionsgartenbaus zuständig und ist in den Hauptanbaugebieten Ahrweiler/Koblenz, Trier, Rheinhessen und Pfalz angesiedelt. Der Produktionsgartenbau ist ein Teil der Agrarwirtschaft und umfasst die Sparten Gemüsebau, Obstbau und Zierpflanzenbau (inkl. Stauden und Baumschulen). Die gartenbauliche Produktion erfolgt in den zum Teil hochspezialisierten Betrieben für den deutschen, europäischen und internationalen Markt und stellt hohe Anforderungen an das Fachwissen der Unternehmen und die Beratung.

Beratung im Produktionsgartenbau
Der Produktionsgartenbau ist ein Teil der Agrarwirtschaft und umfasst die Sparten Gemüsebau, Obstbau und Zierpflanzenbau (inkl. Stauden und Baumschulen). Die gartenbauliche Produktion erfolgt in den zum Teil hochspezialisierten Betrieben für den deutschen, europäischen und internationalen Markt und stellt hohe Anforderungen an das Fachwissen der Unternehmen und die Beratung.
Die Beratungsschwerpunkte sind die Anbau- und Pflanzenschutzberatung im Gemüse-, Obst- und Zierpflanzenbau. Die Themen der Pflanzengesundheit, Düngung und Sortenwahl stehen für die Praxisbetriebe dabei stark im Vordergrund. Die unabhängige Beratung umfasst den integrierten und ökologischen Anbau sowie die Beratung im Streuobstanbau und im Wasserschutz.
Das gartenbauliche Versuchswesen des Landes Rheinland-Pfalz ist auf die Prüfung und Beurteilung von Anbau- und Pflanzenschutzstrategien für den Produktionsgartenbau ausgelegt. An vier Standorten in Rheinland-Pfalz werden Versuchsfragen im Gemüsebau, Obstbau und Zierpflanzenbau bearbeitet.

Beratung der Haus- und Kleingärtner
Ein zusätzlicher Beratungsbaustein ist die "Gartenakademie", die für die Fragen der Haus- und Kleingärtner zur Verfügung steht. Die Gartenakademie berät die Haus- und Kleingärtner nach den Grundsätzen der integrierten, umweltschonenden Gartenbewirtschaftung. Im Vordergrund stehen Fragen des Pflanzenbaus einschließlich des Bodenschutzes, der Pflanzenernährung und Düngung, der Pflanzenhygiene und des Pflanzenschutzes.
 

Ländliche Entwicklung, Bodenordnung und projektbezogene Förderung - Die Abteilung Landentwicklung und ländliche Bodenordnung ist zuständig für Fragen der Integrierten Ländlichen Entwicklung, der ländlichen Bodenordnung nach dem Flurbereinigungsgesetz, des freiwilligen Nutzungstauschs sowie projektbezogenen Förderungen insbesondere der Förderung des Wirtschaftswegebaus und für die Ausrichtung von Veranstaltungen in der Region für die Akademie Ländlicher Raum.

Der Zuständigkeitsbereich umfasst die Landkreise Bad Dürkheim, Südliche Weinstraße, Germersheim und den Rhein-Pfalz-Kreis sowie die kreisfreien Städte Frankenthal, Ludwigshafen, Neustadt a.d. Weinstraße, Landau und Speyer.

Die Erhaltung der Weinkulturlandschaften in den rheinland-pfälzischen Steillagenweinbaugebieten durch Erhaltung des Weinbaus und Bewirtschaftung, qualitätsoptimierte Vinifikation sowie Vermarktung ist das Ziel der Arbeit der Abteilung Weinbau und Oenologie des DLR Mosel. Hierzu gehören folgende Bausteine: Die Abteilung Weinbau und Oenologie ist in zwei Gruppen, Weinbau (441) sowie Oenologie (442) gegliedert. Die Berufsbildende Schule für Weinbau ist elementarer Bestandteil der Abteilung. Die Organisationseinheiten Lehr- und Versuchsweingut (441) und Labor (442) sind formal den jeweiligen Gruppen zugeordnet. Die Arbeitsweise erfolgt gruppenübergreifend und themenbezogen.
 

Übergeordnete Aufgaben

Berufsbildende Schule
In der Berufsbildenden Schule werden 69 Schülerinnen und Schüler der Berufsschule, Fachrichtungen Winzerin / Winzer und Weintechnologin / Weintechnologe in insgesamt vier Klassen unterrichtet. Ausbildung, Weiterbildung und Beratung sind wichtige Elemente zur Entwicklung der weinerzeugenden Betriebe und damit zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Weinkulturlandschaft Mosel.


Wissensgenerierung
Grundlage für einen kompetenten, aktuellen und angepassten Wissenstransfer bildet das Versuchswesen und die angewandte Forschung. Nur durch ein eigenes, regionales Versuchswesen und die angewandte Forschung können aktuelle, gebietsrelevante als auch allgemeine zukunftsträchtige Probleme untersucht und Lösungen erarbeitet werden. Nur durch diese Arbeitsweise können Innovationen generiert und neue Technologien auf Praxistauglichkeit untersucht werden und somit in die Praxis transferierte werden. Für dieses Versuchswesen und die Durchführung der Forschungsarbeiten ist das Lehr- und Versuchsweingut für Steillagenweinbau als integrativer Bestandteil der Abteilung ebenso notwendig wie das weinchemische und biologische Speziallabor. Besonders die Zusammenarbeit mit Hochschulen wird intensiviert, um durch aktuelle Bachelor-, und Masterarbeiten sowie durch Betreuung von Promotionen am aktuellen Wissenstransfer, über die Forschungsarbeiten innerhalb der Bund-Land-Vereinbarung mit dem JKI hinweg, teilzunehmen. Innerhalb von verschieden Verfahren werden eine Reihe von Forschungsanträgen gestellt.
 

Wissenstransfer
Die im Rahmen der Wissensgenerierung gewonnenen Erkenntnisse werden unmittelbar in die weinbauliche und oenologische Praxis (überwiegend Weinbaubetriebe und Kellereien) transferiert. Dabei werden vielfältige Medien in Form von Print, Mailing, Seminaren, Workshops etc. genutzt. Zentrales Element des Wissenstransfers ist die „Integrierte Weinbau Rahmenempfehlung“, der „Praxisleitfaden Oenologie“ sowie die WebSeminare und Workshops im digitalen Format. Diese werden unter dem Format WOW „Weinbau Oenologie Weiterbildung“ durchgeführt.

Institut für Phytomedizin

Das Institut für Phytomedizin beschäftigt sich mit dem Auftreten von Pflanzenkrankheiten, physiologischen Schädigungen und tierischen Schädlingen, der Biologie der Krankheitserreger, Insekten und Nematoden sowie der Entwicklung von Vermeidungs- bzw. Bekämpfungsstrategien.

Ziel des Pflanzenschutzes ist es, die Produktion pflanzlicher Güter mit hoher Qualität und entsprechender Quantität zu ermöglichen. Gefahr droht Kulturpflanzen von verschiedener Seite: Klimatische Veränderungen mit Extremwetterereignissen (z. B. Hagel, Starkregen) oder Extremwettersituationen (z. B. Hitzeperioden) setzten vielen Kulturen aber auch dem Wald oder dem öffentlichen Grün zu. Auch die Gefahr des Auftretens invasiver Arten steigt, da diese einerseits mit dem globalen Handel verbreitet werden und andererseits zunehmend günstige Überlebensbedingungen vorfinden. Damit steigt der Bedarf an angepassten Pflanzenschutzkonzepten, um Pflanzen gesund zu halten.

Das oben genannte Ziel, die Gesundheit der Pflanzen zu erhalten, erfordert umfangreiche Maßnahmen, wie das Einschleppen von Schadorganismen zu vermeiden, mögliche Eintrittswege zu überwachen und geeignete Nachweismethoden zu entwickeln sowie Pflanzenschutzmaßnahmen zu etablieren, auch vor dem Hintergrund des Natur- und Umweltschutzes.

Die Aufgaben des Instituts für Phytomedizin orientieren sich daher an den oben genannten Zielen. Sowohl bei der Ausbildung, Fort- und Weiterbildung, der Sachkunde, der Beratung und der Forschung stehen der Anwendungsbezug und die Umsetzung von Pflanzenschutzmaßnahmen bzw. Pflanzenschutzkonzepten in der Praxis im Vordergrund. Die Mitarbeiter/innen sehen sich daher als Dienstleister, Berater, Ausbilder und Forscher und leisten mit ihrer jeweiligen Expertise ihren Beitrag für einen zukunftsorientierten, nachhaltigen, umweltgerechten und nicht zuletzt effektiven Pflanzenschutz. 

Dienstbezirke des DLR Rheinpfalz

       Landkreise

  • Alzey-Worms
  • Bad Kreuznach
  • Birkenfeld
  • Mainz-Bingen
  • Rhein-Hunsrückkreis 

       Kreisfreie Städte

  • Mainz
  • Worms

    In der Abteilung Landwirtschaft gehört auch die Rheinpfalz zum Dienstbezirk.

Dienstsitze

Neustadt

(Zentrale)

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz
Breitenweg 71
67435 Neustadt
Tel.: 06321-671-0
Fax: 06321-671-222
Email: dlr-rheinpfalz(at)dlr.rlp.de

 

Neustadt

(Außenstelle)

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz
Konrad-Adenauer-Str. 35
67433 Neustadt
Tel.: 06321-671-0
Fax: 06321-671-1250
Email: landentwicklung-rheinpfalz(at)dlr.rlp.de 

Oppenheim

(Außenstelle)

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
Wormser Straße 111
55276 Oppenheim
Tel.: 0671 - 820 - 0
Fax: 0671 92896-500
Email: dlr-rheinpfalz.koga(at)dlr.rlp.de 

Queckbrunnerhof

(Außenstelle)

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz
Queckbrunnerhof
67105 Schifferstadt
Tel.: 06235-9263-70
Fax: 06235 9263-80
 Email: Poststelle-Queckbrunnerhof(at)dlr.rlp.de